Alltagsglück #3

Ein Tisch voller Schüsseln mit bunten Süßigkeiten. Viele kleine und größere Hände bauen mehrere Lebkuchenhäuser zusammen.

 

Still und leise ist es manchmal, das kleine Glück im Alltag. Ganz unspektakulär.

 

Rund un einem Tisch stehen sechs Mädchen und bauen vertieft an mehreren Lebkuchenhäusern.

 

Wie diese sechs Mädchen miteinander am Tisch werkeln, lachen und glucksen, sich gegenseitig wegen der Schiefheit ihrer Rohbauten aufziehen, zwischendurch aus Versehen kurz ein Schulthema anschneiden, es aber keinesfalls zu etwas Bedeutsamem werden lassen, dann wieder konzentriert weiterschöpfen, jede in ihrer eigenen Weise, wie sie sich gegenseitig bewundern, Ideen teilen und vor allem lachen, immer wieder lachen …

 

Ein Lebkuchenhand wird von einer kleinen Hand mit Gummibärchen und Eischnee verziert.

 

Und ich, ich darf aus der Küche lauschen, während ich stundenlang und ganz versonnen Klebemasse einrühre – mein rechter Arm tut noch immer weh:)

 

Ein Lebkuchenhaus mit Schornstein, mit Eischnee und Smarties beklebt.

 

Das kleine Glück steht in unserer Stube und baut Lebkuchenhäuser.

 

Fünf bunte Lebkuchenhäuser unterschiedlichsten Stils stehen auf einem Tisch aufgereiht.

 

 

Und als diese letztlich fertig stehen, da kommt es in anderen Formen, das kleine Glück.
Als gute Nachricht, dass er gesundet. (Und ich bald wieder Cellounterricht haben kann.)
Als Zusammensein mit Freunden, mit denen wir in ruhiger Vertrautheit am Tisch sitzen.
Als Fröhlichkeit der Tochter, weil sie nicht – wie so oft – einen Korb bekommt.
Als Hoffnungsschimmer, dass Sohnes Nikolaus- und Weihnachtspakete nun wohl doch noch bei ihm ankommen.
Als Lachsalve mit der Bonustochter.
Und nicht zuletzt als warme Freude darüber, dass das, was ich immer „Schneeballprinzip des Guten“ nenne, tatsächlich greift. In diesen Tagen bringt mehrmals direkt vor meinen Augen ein winziges Schneeflöckchen eine kleine oder große Lawine ins Rollen.

All dieses.
Ich jubele nicht. Ich freue mich still.

 

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16 Kommentare

  1. … und ich freu mich still gleich mit! Für deinen letzten Schultag des Jahres mit grünen Schnuller und Co. viel Spaß und danach viel und wohltuende Erholung.

    Und immer wieder viele wohltuend gute Schneebälle.

    (Waren denn gleich mehrere Pakete unterwegs? Ich dachte eins. Oder eins mit mehreren drin?)

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    1. Danke, Du Liebe, für Deine Wünsche. Es war ein sehr guter Tag, und nun gehe ich – weckerlos – schlafen:)
      Ja, drei Pakete. Eines zu Nikolaus. Und der eine Karton reichte nicht aus, da haben wir die Weihnachtssachen in zwei Kartons packen müssen. … Und seit heute sind tatsächlich alle drei da:)))

      Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Frau Rebis,
    ich weiß nicht mehr, wie ich hierher gefunden habe. Seitdem komme ich immer wieder vorbei. Anfangs habe ich mit großem Interesse die Radtourberichte gelesen. Da wir mit unseren Kindern (noch im Grundschulalter) jedes Jahr auf Tour gehen und diese Zeit immer sehr genießen, kann ich viele Beschreibungen gut nachvollziehen. Dann lese ich gerne die Schuleinblicke. Ich selbst bin begeisterte Grundschullehrerin, leider bin ich dieses Schuljahr mit vielen schwierigen Situationen beschäftigt, sodass mir die Freude an meinem Beruf teilweise abhanden gekommen ist. Aber ich habe eine Entscheidung getroffen und diese fühlt sich richtig und gut an!
    Außerdem liebe ich ebenfalls die Musik, bei mir ist es der Gesang, in dem ich alles loslassen und vergessen kann, zur Zeit proben wir mal wieder J.S. Bach (wie schön!).
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben erholsame und friedliche Feiertage und vor allem ganz gute Erholung bei Musik, Literatur (was freue ich mich aufs Lesen!), Natur und anderen schönen Dingen.
    Herzliche Grüße,
    Kathrin

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    1. Liebe Kathrin,
      so schön zu lesen, so freue ich mich, wenn „meine“ Themen gar nicht nur meine sind, wenn sie bei anderen Menschen auf Resonanz treffen – danke!
      Ja, das Singen habe ich dieses Jahr leider nicht geschafft, nicht unterbringen können, man kann eben nicht alles haben:)
      Gute, erholsame Feiertage und Ferien auch für Sie,
      herzliche Grüße
      Frau Rebis

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    1. Liebe Ulli,
      ja, es schwingt gerade alles sehr lebensfreudig, sehr bejahend in mir – und Deine Mitfreude freut nun wieder mich:)
      (Ebenso wie Deine kleine Post – Danke! – Über meiner schwebt dieses Jahr wohl ein kleiner Unpünktlichkeitsfluch …)
      Hab es gut in diesen geweihten, magischen Tagen und Nächten, alles Schöne und Liebe für Dich
      Frau Rebis

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        1. Nee, liebe Ulli, ich wollte gar nicht drängeln, nur hab ich dieses Jahr ein gewisses Postmisstrauen aufgebaut;-) (andere Pöste vom Mittwoch sind echt noch nicht da), und dann wegen der „Fracht“. Alles gut:)))
          Hab es warm, bis bald
          Frau Rebis

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