#bergundtal-3 – Begegnungen

 

Sie startete und endete an der eigenen Haustüre, führte in einer großen Schleife durch Flusstäler und über Höhenzüge hinweg, durch einige warme Begegnungen hindurch und vor allem letztlich in innere Ruhe hinein – meine Pfingstradreise. Erzählt habe ich von unterwegs diesmal nichts. Aber einige Bilder mitgebracht.

 

Erstmals seit langem ist dies eine Radreise, auf der nicht der nächste Schulbeginn die Tageskilometer hochtreibt, auf der ich nicht ständig auf Uhr und Kilometerzähler schauen muss. Hier unten am Rhein bleibt Zeit für einen Schlenker in die Schweiz, entlang der Aare fahre ich südwärts, einfach weil ich Zeit habe und neugierig bin.

 

 

 

 

War ich doch vor Zeiten – ich erinnere mich nicht einmal in welchem Jahr – auf einer Tagung hier in diesem Ort. Und tatsächlich, ich erkenne es wieder. Den Fluss, die Straßen, das Wohngebiet, und schließlich die Schule, in der wir uns damals trafen. Manchmal fühlt es sich sehr leicht an, in seine Vergangenheit zu reisen.

 

 

Der weitere Weg ist bergig, geht – jedenfalls für diese Temperaturen – hoch hinauf, ist schweißtreibend. Ich fühle mich wie eine Schnecke.
Und doch entschädigen der Blick, die Weite, das Berggefühl. Und die lange Abfahrt …

 

 

 

 

Unten am Fluss warten die Spätnachmittagsstimmung und das ruhige Dahinströmen des Wassers.

 

 

Vor allem aber warten die Freunde – ich habe nun doch länger gebraucht als gedacht – und ein kleines feines Geburtstagsfeiern am Wasser, hach.

 

 

Der nächste Morgen führt zur nächsten Herzensbegegnung, ich bleibe noch eine kleine Weile am Fluss und biege dann ab ins Basler Land.

 

 

 

 

Durch eine sanfte Hügelwelt geht es, bis ich …

 

 

 

 

… irgendwann ankomme in dieser kleinen Ortschaft, die mir schon so vertraut, in diesem Haus, in dem ich schon oft war, immer mich so wohlfühlend.
Einen Nachmittag und einen Abend lang reden wir, über so vieles, und über so vieles leider nicht, weil es viel zu schnell schon Schlafenszeit ist.

 

 

Der Morgen führt über Basel und ein Stück Rhein nordwärts …

 

 

 

… aus der Ferne winken mich schon die Berge an, in die ich hoch will, ins nächste offene Herzenshaus.

 

 

 

Dies ist ein Aufwärtsweg, den ich mir kaum zutraue, ich bin wirklich keine begeisterte Bergauffahrerin. Darum dauert es lange, und ich komme auch nur deswegen oben an, weil ich mir schon lange vorgenommen und vorgestellt hatte, dass ich dort hinaufwill:)

 

 

Zu diesem Blick, in diese Weite, in eine dritte nahe Begegnung, hach.

 

 

 

Wie gut, solche Menschen, solche Orte zu haben. Und sich beim Abfahren schon auf die nächste Begegnung zu freuen.

Schon jetzt war diese Reise reich. Nun bleibt ein letzter kurzer Tag, bevor die Tochter dazu kommt. Wir werden den Rest der Zeit gemeinsam radeln. Ich muss nur noch zum Treffpunkt nach Freiburg fahren.

 

 

Vom Flussweg winke ich noch einmal hinauf in die Berge, dort oben irgendwo war ich.

 

 

 

Und dann treffen wir uns auf dem Freiburger Zeltplatz …

 

 

Andere Bilder dieser Reise sind hier zu finden:

#bergundtal-1 – Anlauftage

#bergundtal-2 – Freilaufen

#bergundtal-4 – Tochtertage

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10 Kommentare

  1. Was für ein Fahrradfreundlicher Beitrag und herzlich obendrein. Da kommt die Fahrradfee nicht dran vorbei und diese Eindrücke erst….
    Da lacht das Feenherz aber laut los vor lauter Freude…und nur vom Kucken!
    Doch…wie erst muss es sein, das selbst erlebt zu haben. Vieldimensional und mit Bergluftduft?
    Lieben Dank für die kleine Leseradwanderreise.
    Ich fühl mich erfrischt, berührt, geteilt und gestriffen. Äh…gestroffen?
    Nein doch…gestreift hieß das…
    Liebe Wochenendgrüße und ich hänge jetzt an diesem Blog im Kielwasser mit zwei Geisterädern auf Flüsterreifen…🦋✨

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    1. Ein herzliches Willkommen hier, liebe Fee – die ich Dich ja immer wieder schon anderswo gelesen habe:)
      Dann bin ich mal gespannt, was die Geisteräder auf ihren Reifen so in dieses Blog hineinflüstern werden:)
      Ums Radfahren geht es hier öfter, denn ich bin oft auf diese Weise unterwegs. Ab nächsten Mittwoch zum Beispiel wieder. Oft habe ich direkt und täglich von unterwegs geschrieben – ob diesmal auch, werde ich selbst erst am Mittwoch merken. Ob die Stimmung so ist, oder eben nicht.
      Und Dich verbindet auch viel mit dem Radfahren?
      Herzliche Grüße von Frau Rebis

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      1. Ja, Frau Rebis, ich bin selbst begeisterte (im wahren Sinn des Wortes): be(geist)erte Radlerin, allerdings mit Rennrad und MTB. Radzuwandern habe ich noch nicht probiert und meine beiden Geister haben keine Gepäckträger und sind leider ungeeignet für längere Reisen mit Gepäck.
        Ich bin gespannt auf weitere Reiseberichte und fand auch über Dein Likesternchen unter meinem Kommi hin in Deinen blog. Das blogland ist ein großes aber ich hab ja Flüüügel…🤗
        Einen schönen Abend wünsche ich Dir
        Herzlich zurück grüßt die Fee✨

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  2. Mensch Frau Rebis, wieviele Zwinkerblicke ich da auffange. Ich muss ausholen, zusehr berührt mich das alles, dieses Verwobensein nun schon seit mehr als 8 Jahren auf diesem Blog- und längst nun auch auf anderen Wegen.
    Magst du dich erinnern, wie ich im Februar 2011 eine Woche zum Schreiben in Zurzach war? Ich bin jeden Tag gewandert, einmal an die Mündung der Aare in den Rhein. Dort, wenige Meter von der Brücke entfernt, auf der du das zweite Bild gemacht hast, habe ich das „festgehalten“:
    http://aufeinanderzu.blogspot.ch/2011/02/zusammenfluss.html
    im vorausgehenden Post habe ich damals einen Gruss an dich hinterlassen.
    Wahrscheinlich bist du dann dem Klingnauerstausee entlang geradelt, an dessen Ende ich damals das letzte Foto von diesem Post gemacht habe:
    http://aufeinanderzu.blogspot.ch/2011/02/spuren.html
    Oh, und dann das Wasserschloss der Schweiz, der Blick über den Flughafen von Birr zum Dorf meiner Kindheit (kein Zufall, oder???) und dann meine täglichen Wege hier in deinem Blog.
    Schau mal, dort, wo du auf das Dorf meiner neuen Arbeitsstelle zufährst, steht ganz links scheinbar hellblau der Schulhaustrakt, in dem ich unterrichten werde. Gestern (kein Zufall!!!) habe ich bei mir ein Bild eingestellt, welches ich aus dem (von dir aus gesehen) linken der drei kleinen Fensterchen gemacht habe. Seltsam ist es dann schon, meine Wäsche da zu sehen… Und ja, wir hätten noch viel zu erfragen, erzählen und erlauschen gehabt. Aber am Morgen dann war ich sosehr auf den dichten Morgenfahrplan im Haus konzentriert, dass ich mich nicht mehr darauf einlassen konnte.
    Bewundernswert, was du an diesem Tag dann noch geleistet und erreicht hast.
    Danke, dass du hier warst. Ich freue mich aufs nächste Mal! Aber zuerst jetzt wünsche ich euch gute Heimreise und dann ein wundergutes Unterwegssein. Bin gespannt auf das Wo und Wohin! Herzlich, FrauWind

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    1. Liebste Frau Wind, sind es wirklich schon 8 Jahre? Tatsächlich … wenn ich nachrechne … Wie vieles da war in diesen Jahren!
      Natürlich erinnere ich mich noch an Deine Zurzach-Woche. Aber nicht mehr so genau mit den geographischen Orten, weil ich damals 2011 ja auch noch nie in dieser Gegend gewesen war.
      Nun habe wiederum ich gerechnet und geschmunzelt bei dem Gruß-Post mit dem Radwegweiser nach Deutschland: Das war im Frühjahr 2011, da lag unsere erste Radreise (die am Rhein entlang führte, genau durch Zurzach übrigens) noch 1,5 Jahre in der Zukunft. Du Hellseherin:)
      Und nein, dass Dein Kindheitsdorf auf dem Bild landen würde, das wusste ich nicht – ich hatte beim Fotografieren nicht so recht die Orientierung, welche Orte da vor mir liegen. Zufall halt:)
      Während ich Dein neues Schulhaus – jetzt bald beginnt es, oder? – ja schon auf der Karte gesucht hatte, um es mir anzuschauen …
      Und zum Morgen meiner Weiterfahrt: Ich sehe mich noch mit der Kaffeetasse in der Hand in Deinem Garten stehen, und Du rennst zur Tram. Irgendwann vor x Jahren hattest Du das mal erzählt: dass Ihr alle immer rennend zur Tram eilt, weil es immer immer zu spät wird. Und von nun an habe ich dazu ein echtes Bild vor Augen: rennen meint ja wirklich rennen, nicht nur übertragen gemeint;-)
      Du Liebe, wir sind hier nur kurz zum Boxenstopp im Heimathaus, übermorgen fahren die Tochter und ich mit dem Rad los nach Berlin. Wenn wir soweit kommen, das weiß man ja nie.
      In Euren (bald?) beginnenden Alltag alles Liebe und Herzensgrüße von Frau Rebis

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