Mittsommernacht

Es hallt in mir wider, dieses Feuer,
das mir noch vor kurzem hier bei mir, in meinem Garten, überhaupt nicht vorstellbar schien,
das – oder: dessen bergende Schale – ein wenig zufällig hierher fand,
so dass ich es gestern, als der (All)Tag voll und hitzig und bis zur Erschöpfung drückend sich seinem Ende zuneigte, entzünden konnte,
verwindend und verwandelnd das Unleichte eines Tages, der zum Entmutigen geeignet gewesen wäre, hätte ich dies zugelassen,
weil mich nämlich sehnte nach einem sanften Ausklang der Schwerigkeit, und ja – in größerem Bogen geschwungen – dieses gewachsenen hellen halben Jahres,
weil ich hineingeben wollte von meinem Gewesenen und herausziehen wollte für mein zu Werdendes,
weil das Helle – in mir, in der alles umfangenden Dämmerung, im Ahnen – sich zu verbinden trachtet mit elementarem Licht, wie die Flamme es schenkt,
weil mein irrender Blick zu sich und in mich hinein findet durch das Tänzeln der Flamme um ihre Mitte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und während sich vor meinen Augen alles zu Glut wandelt, belebt mich innerer Tanz.

In Demut.
In Dankbarkeit.
In Hingabe.

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8 Kommentare

  1. Grossartige Aufnahmen, und ein tiefgehender Text. Ich kann weder das Eine noch das Andere, aber umso mehr freue ich mich, das hier in Deinem Beitrag lesen zu koennen.
    Hab’s fein,
    Pit
    P.S.: Hoffentlich nicht (zu sehr) von den Unwettern in Deutschland betroffen?!

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Pit,
      danke<3
      Allerdings muss ich sagen, dass ich mit der Kamera einfach draufgehalten habe, oft, sehr oft. Das Feuer gestaltet die Bilder von allein. (Na gut, ich habe später dann Ausschnitte gesucht, deren Gestalt zu mir spricht. Mehr aber nicht.)
      Und nein, hier im Süden ist bisher weiterhin drückende Hitze. Es soll heute noch vorbeikommen, aber nicht so heftig wie im Norden. Hoffentlich. Eigentlich bin ich heute Abend im Freien verabredet … mal schauen.
      Lieben Gruß zu Dir
      Frau Rebis

      Gefällt mir

      1. Dass man so einfach draufhalten und drauflos knipsen kann, und dann nachher die bsten Fotos auswaehlt bzw. sie am Computer bearbeiten kann, das finde ich so gut bei der Digitalfotografie. Kommt mir sehr entgegen.
        Ich habe mir gerade einmal meine Fotos und Videos von gestern Abend angesehen, und das eine oder andere ist brauchbar, ganz besonders wenn ich Aussschnitte vom Feuer mache. Und obwohl die Videos im Dunklen, nur auf das Feuer, z.T. sehr unscharf sind [in der Dunkelheit konnte die Kamera nicht fokussieren], lohnt es sich, denn man hoert die Zikaden so laut. :)
        Mal sehen, was ich aus Alledem mache.
        LG,
        Pit

        Gefällt 1 Person

    1. Das Feuer stellt sich der Ablichtung ja sehr bereitwillig:) Und es schenkt Gestalt über Gestalt.
      Ich muss mich noch erst daran gewöhnen, an einem Feuer sein zu können. Wie konnte ich all die Zeit nicht bemerken, dass es fehlt???
      Nun hoffe ich, dass unsere Backöfen über Nacht ein wenig abkühlen und wir in einen ruhigen Schlaf hineinfinden. Sei lieb gegrüßt
      Frau Rebis

      Gefällt 1 Person

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