Elf Dinge …

… die ich an Dir liebe …
Mein klein-großes Geburtstagskind mit Deiner ersten Schnapszahl („Der einzige Schnapsgeburtstag im Leben, an dem ich keinen Schnaps trinken darf.„:)), mir wird es sicher leicht fallen, für jedes Deiner Jahre eines zu finden. Also los:

Deine tanzende Lebensfreude,
mit der Du aus dem Nichts heraus alle in Dein Strahlen mitreißen kannst. Du springst und schwingst durch den Raum, ganz gleich, ob laute Musik ertönt oder Du sie nur in Deinem Innern hörst. Du greifst uns an den Händen, damit wir mit Dir tanzen. Bis wir es tun. Bis wir alle mitgerissen sind von Deinem unbändigen Wirbeln.

Dein so offenes Herz,
in dem andere Wesen, ob Mensch, ob Tier, ob Blume, Platz finden. Du schaust hin, fühlst Dich ein, Du verstehst. Du bist mittraurig für andere, weinst mit, bist mitfröhlich, lässt Dich von jedem Lächeln und Lachen anstecken. Du nimmst mit Deinem Blick alles in den Arm und versuchst es zu wärmen.

Die Lieder, die aus Dir singen,
auf dem Cello, mit Deiner Stimme, mal laut herausgetönt, mal leise vor Dich hingesummt, während Du auf einer Blumenwiese träumst, es singt und klingt immer aus Dir.

 

 

Deine in alle Richtungen aussprühende Neugierde,
ob Vulkanausbrüche, abstrakte Gemälde, schreckliche Weltereignisse oder Streit zwischen nächsten Menschen, der sich Dir nicht erschließt – es gibt keine Frage, die Du nicht stellst, und keine Antwort, die Du nicht aufsaugst. Um sie – nach eventuell wochenlanger Pause – in eine neue Frage münden zu lassen.

Deinen lebendig plaudernden Mund,
wenn dies oder jenes geschehen ist, wenn Dich etwas ergriffen hat, wenn Du mit jemandem mitbebst, wenn Du etwas ungerecht findest … Alles alles erzählt dann aus Dir, manchmal möchte ich einen Schalter suchen, doch nein, ich fühle mich auch durch stundenlange Fußballspielschilderungen und minutiöse Schultagsdarstellungen beschenkt, denn immer spricht aus Dir so viel mehr als nur das tatsächlich Erzählte.

Wie es Dich zornig macht, und fassungslos,
wenn Du Ungerechtigkeiten entdeckst, die kleinen in der Schule, die großen in der Welt. Du stampfst mit dem Fuß auf und zeigst in Deinem bebenden Körper, dass dies alles so nicht bleiben darf. Du erklärst auch gleich warum, und wie man es anders machen könnte. (Ich möchte für die Welt hoffen, dass Du dies nie nie nie verlernst.)

Deine Tapferkeit,
so vieles auszuhalten. Ja, es war viel in den letzten Monaten. Du hattest lange mit Dir gerungen, bevor Du etwas erzähltest, und dann flossen auch Tränen, viele Tränen. Aber durch die Tränen hindurch hast Du uns fragend angeschaut, hast offen zugehört, welche Ideen wir für Deine Lage haben – es war manchmal gar nicht so leicht, dies auszuhalten, oft wollte ich mitweinen – und hast gekämpft, immer wieder. Bist nicht nur einmal über Deinen Schatten gesprungen, hast so vieles gewagt. Und nun hast Du ein bisschen was erreicht, für den Moment jedenfalls hat sich Deine Situation verbessert, wie stolz Du auf Dich sein kannst.

 

 

Deine Ausdauer,
wenn Du etwas willst, dann willst Du es. Deine Ideen sind unerschöpflich, um es zu Wirklichkeit werden zu lassen. Ob Du per Rad auf einen Berg strampelst, eine Familienausflugsidee gegen uns andere durchsetzen möchtest oder sich die Wolle um Deine Häkelnadel immer weiter verwickelt, Du gibst nicht auf, wo andere längst den Sattel verlassen, sich gefügt oder den Faden abgeschnitten hätten. Du machst weiter. Und immer arbeitet Deine Zunge eifrig mit:)

Dein kreatives Chaos,
um es mal vorsichtig zu formulieren:) Was Dich überkommt, das muss geschaffen werden. Unser Haus ist überreich an Deinen Kunstwerken, Deinen Bildern, Deinen Geschichten, Deinem Geformten. Oft lässt Du es genau dort, wo es Dir eingefallen ist. Doch Stolpern über die Dinge, das ist das Problem der anderen:)

Deine Gelassenheit,
vor allem mit meiner Nichtgelassenheit. Ich glaube, Du verzeihst vieles. Immer wieder, wenn sich in mir etwas aufspult, kommst Du angekuschelt und sagst, noch bevor Du mich damit vollends eingewickelt hast, erstmal in ganz ernsthaftem Ton und zuweilen mit erhobenem Zeigefinger: Chill down. Gesagt getan, Du schaffst es immer:)

Deine „Kuschelattacken“,
wie Du sie nennst. Wenn Dich das ungestüme Bedürfnis nach Nähe überkommt, gibt es kein Halten mehr. Mal wild mal sanft springst oder krabbelst Du auf einen Schoß oder lehnst Dich an, und dann lässt Du Dich fallen in „das Beste auf der Welt“, wie Du das Kuscheln nennst.

 

 

Dies alles, meine kleine Große, dies alles und noch viel mehr liebe ich an Dir, unendlich, bis zum Mond und zurück, wie Du immer sagst. Jetzt beim Schreiben fällt mir immer mehr und mehr ein, was ich hier aufzählen könnte. Du darfst also getrost auch 12, 17, 37 oder 99 Jahre alt werden, meine Liste wird nicht leer bleiben:)

Welch ein Geschenk, dass Du vor 11 Jahren zu uns gekommen bist!

Danke!

 

 

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