12 von 12 im Mai

Vorgestern war es nun schon, dieser Zwölfte. Aber Bilder rosten ja nicht, und verfallen nicht auf der Kamera, solange man mit anderen Lebensdingen beschäftigt ist. Also dürfen sie ruhig heute noch kommen:)

 

 

Der Morgen ist regnerisch und so dunkel, dass mir Kerzen für meine Morgenstunde als stimmig erscheinen.

 

Ich schreibe einen Brief, möchte ein kleines Päckchen dazupacken und diese Steine mitschicken. Hühnergötter, von der Ostsee. Steine mit einem Loch. Man findet sie am Strand, wenn man lange sucht, und man sagt, sie bringen Glück. Dort, wo sie jetzt hinwandern werden, braucht es dieses gerade sehr dringend.

 

Draußen regnet es, meine Gartenmorgenrunde fällt kurz aus, kaum wage ich mich unter der Terrasse hervor.

Es folgt ein Schultag, bilderlos, ich trage keine Kamera mit und hätte heute auch keine Chance gehabt, kurz innezuhalten. Manche Tage sind sportlich, um es milde auszudrücken.

 

Das Wochenende beginnt mit meinem Entschluss, die Korrekturen zunächst beiseite zu legen. Am Sonntag vielleicht, spüre ich, eher geht das nicht, ich bin erschöpft, brauche jetzt erstmal Musik – ja! – und Ruhe. Und sowieso: Vorfreude, heute bekomme ich noch Besuch:)

 

Mittlerweile haben sich die morgennassen Blätter trockengeschüttelt …

 

… und das pralle Leben räkelt sich in der Sonne.

Weil es so strahlt vom Himmel, nehme ich den Weg ins Nachbardorf unter die Füße und gehe mein Fahrrad abholen.

 

Es hatte ein bisschen Reparatur nötig, damit es mich ganz bald wieder tragen kann, wohin die Unterwegsträume reichen.

 

Zurück segelt es sich ganz leicht, an den Feldern vorbei …

 

… durch ein Blütenmeer …

 

… und mit kleinen zarten Versehrtheiten am Wegesrand.

Der nun beginnende Teil des Tages bleibt ohne Bilder, obwohl die Kamera auf dem Beifahrersitz liegt, es will nicht zu einem Foto kommen. Mein Aufbruch nach Frankfurt, lieben Besuch vom Bahnhof abzuholen, ist noch pünktlich. Dann Unfallstau auf Autobahn I. Autobahnwechsel. Unfallstau auf Autobahn II. Runter auf die Landstraße. Stau auf Landstraße, denn schließlich haben alle hierher gewechselt. Ich schwitze schon ob meiner arg verspäteten Ankunft, als es aus dem Zug twittert, dass es in diesem nicht besser ausschaue. Streckenstehen vom Feinsten, Verspätung von 60 Minuten mindestens und das nicht etwa in Frankfurt. Endstation Offenbach. Freitag der Fastdreizehnte. Was haben Menschen in Nichthändiehzeiten eigentlich in Situationen wie diesen gemacht? Wir schreiben hin und her, während ich noch in Frankfurt am Bahnhof stehe und dann nach Offenbach aufbreche. Diesen Ort hätte ich nicht gebraucht- jedenfalls: sein Charme erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick:)
Aber: nach einiger Umrundung des Bahnhofes finden und umarmen wir uns, kaufen an der Tankstelle zwei Bier (alkoholfrei;-)) für die nun etwas längere Heimfahrt, machen es uns im Auto gemütlich und erreichen den mit Lasagne gedeckten Tisch immerhin noch vor Mitternacht.

 

Wir freuen uns an Leipziger Mitbringseln …

 

… und an einem wichtigen Utensil für die nächsten Stunden.
Bis es uns – es war nach Zwei, oder? – ins Bett treibt.

 

Mehr 12 von 12 gibt es wie jeden Monat bei Draußen nur Kännchen.

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6 Kommentare

  1. So, so schöne Fotos, liebe Frau Rebis und so viel Bewegung, selbst noch im Stau ;)

    ja, gut, dass es Handys gibt, wenigstens in solchen Momenten und sag, deine Wochenenden enden meist gegen 2h ;) ,
    herzlichst
    Ulli

    Gefällt 1 Person

    1. Guten Morgen, liebe Ulli,
      wie mich das freut, dass die Bilder aus dem mich Umgebenden zu Dir sprechen!
      Und:
      „sag, deine Wochenenden enden meist gegen 2h“ – genau das habe ich beim Blick auf die Uhr auch gedacht😂
      Hab es gut in der beginnenden Woche, einen Herzensgruß,
      Frau Rebis

      Gefällt 1 Person

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