Nur ein wenig Musik …

 

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4 Kommentare

  1. Wenn ich mal wieder eine klsssische Phase habe, hör ich es mir an.

    Darf ich dich mal was fragen? Hörst du eigentlich ausschließlich klassische Musik? Und falls nein: Was noch?

    (Bei mir ists ja so, dass ich klassisch schon auch höre, ab und zu, aber im Alltag davon nie wirklich satt werde.
    Es ist eher so, dass mich klassische Musik hin und wieder aus dem Alltag entrückt (was ich schön finde). Aber eben – dort bei mir irgendwie nicht integrierbar. Das gibt mir dann so ein „minderwertiges“, ungebildetes Gefühl, was natürlich doof ist.)

    Wie auch immer: Möge dich Musik immer begleiten und nähren.

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    1. Es ist tatsächlich so, dass ich – mit ganz wenigen Ausnahmen – nur sogenannte klassische Musik höre. Da ist so unendlich viel Verschiedenes …
      Warum das so ist, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass ich damit anders bin als die meisten Menschen:) Schon als Kind habe ich mir immer nur Barockmusikschallplatten (damals noch eng begrenzt auf diesen Bereich) aufgelegt. Naja, in den jungen wilden Jahren gab es natürlich noch das Damalige, was mich noch heute emotional anrührt und in die Jugend entführt, dank meines Jahrgangs ist das die Neue Deutsche Welle:) und die Jahre ringsum. In die Studentenzeit zurück entführt mich, was wir damals in unserem Mehrbettzimmer im Kassettenrekorder Tag und Nacht laufen ließen, es waren aber nicht meine Kassetten: BAP, Grönemeyer, H. van Veen, … bestimmt noch einiges mehr. Und ein paar biographisch verursachte Bindungen habe ich noch: alle möglichen Arten russischer Musik, südamerikanische und Klezmer.
      Das alles höre ich aber nicht oft, oder im Grunde gar nicht. Sowieso läuft bei mir NIE Musik nebenher, das ertrage ich nicht. Auch nicht „meine“ Musik. Entweder ich sitze da und höre zu (und dann geht nichtmal bügeln oder nähen), oder ich mache es aus. Entweder in meinem Kopf entwickeln diese Harmonien und Modulationen Geschichten, oder ich höre mir die Musik nicht an. Und wenn diese Geschichten eben nicht entstehen, vielleicht weil man den Song mit nur drei-fünf Griffen auf der Gitarre spielen könnte, dann höre ich sie mir nicht an, weil sie dann kaum zu mir spricht. Wie gesagt, bis auf die mit Erinnerungen verknüpften Bindungen.
      Und dann ist es noch so, dass jede Form des „Beats“, auch des harmlosen, kaum hörbaren, für mich nach wenigen Minuten aus irgendeinem (körperlichen?) Grunde unerträglich wird. Das ist echt seltsam. Neulich, als ich bei you.tube rumgesucht habe, weil mich Deine Kommentarfrage hier ja schon selbst interessiert hat, da habe ich ein paar alte Lieder ausgegraben, aber als ich insgesamt eine halbe Stunde da reingehört hatte, musste ich ausmachen, weil ich fast Herzrasen bekam. (Darum: Orte, an denen im Hintergrund Musik läuft, bringen mich fast um. Echt jetzt.)
      Jedenfalls: Ich kann an einer kleinen Cellomelodie von Chopin wochenlang in jedem Takt Neues entdecken, ich kann einen einzelnen Takt eines Bachpräludiums wochenlang vor mich hinspielen – das wird mir nie langweilig. Überhaupt alles das, was ich selbst spiele, wird mit jedem neuen Spielen reicher. Und wenn der Sohn übt, er entdeckt gerade die wuchtige Klaviermusik der Romantik und des zwanzigsten Jahrhunderts, da wird mir soviel eröffnet, das ist der Wahnsinn …
      Ich glaube, in meinem nächsten Leben werde ich Musikerin. Und im vorigen war ich eine:)

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      1. Du bist auch in diesem Leben eine Musikerin. Wenn auch nicht im Hauptberuf. Was du übers Musikhören, also nebenher, sagst, ist bei mir genauso. Oder jedenfalls sehr ähnlich. Nur beim Autofahren höre ich zurzeit Musik, oder daheim, wenn ich ein bisschen tanzen will. Aber eben nicht als Berieselung, sondern bewusst. Und ja, ich höre auch nicht nur Rock und Punk und Indie. Klezmer oder Chants, oder sonstwie kulturelle Musik mag ich gerne (nicht aber die Schweizer Volksmusik, die ist mir zu … na ja … auch Schlager geht gar nicht.) Und bei Rock etc. habe ich doch auch recht hohe Ansprüche. Nie Berieselung, da dreh ich auch schnell im roten Bereich. Bei meiner Lieblingsband geht es mir Texten und Melodien auch so ähnlich wie dir: Ich entdecke jedes Mal Neues und denke: War das schon immer da? Warum habe ich das noch nie zuvor gehört? Ich habe auch eine Musikerin in meinem Herzen drin, auch wenn ich nicht sehr musikalisch bin. Ich bin eine gute Hinhörerin.
        Ich freue mich, dass du Musik so intensiv erleben kannst. Möge sie dich trösten in dieser aktuellen Zeit.

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