Die Freuden des weißen Wahnsinns -10

Der Tag ohne Wecker lässt mich bis kurz vor acht schlafen, immerhin. Da habe ich aber schon von Schule geträumt. Wirr und voller Dringlichkeiten, die in die letzten Ritzen des Traums gekrochen sind. So gefallen mir Träume nicht; der dicht-anstrengende Zustand der letzten Wochen zeigt Spuren.

Der Sonntag ist müde, mein Elan hat sich schon in die Ferien begeben oder hinterm Sofa verkrochen, was weiß ich. Die hohen Papierstapel des Schreibtischs starren mich an, ich starre zurück. Genaugenommen bohre ich mit meinen Blicken Löcher in die Luft und denke dabei immerzu ich-sollte, ich-müsste, ich-hätte-zu-tun.

Es wird aber nichts. Nicht so richtig jedenfalls. Der Tag gehört dem Nichtstun. Fast. Eingebettet in dieses Nichts schaue ich immerhin das Klassenbuch durch – zähle Fehltage, suche Unterschriftslücken, maile Kollegen an – und fülle den Antrag für die Genehmigung unseres Ausflugs in der letzten Woche aus. Ach ja, und zwei Nachklausuren drucke ich aus. Mehr nicht. Mehr geht heute nicht. Den Rest der Dinge verschiebe ich auf morgen früh.

Und dann sitze ich abends doch noch lange am Computer und hangele mich an Radweit-Karten, GPX-Dateien und komoot-Routenplanungen in die Vorfreude hinein.

Advertisements

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s