im Mai

das Thema Treppenhaus und seine Renovierung rahmte den Monat ein:

er begann mit der wohltuenden Erfahrung, dass dieser Arbeitsberg, vor dem ich innerlich hufte, weil mir Ausräumen, Abkleben, Organisieren, all das unüberwindlich schienen, dass also solch riesiger Berg doch abzutragen ist, und zwar unerwartet schnell und leicht,
und damit einhergehend kam mir der Gedanke, dass ein Teil meines Belastungsgefühls immer im Vorgestellten, im Antizipierten verortet ist … was da für Möglichkeiten inneren Freiwerdens durchschimmern … und wie viel es noch zu üben gilt …

und er endete mit dem gleichen Thema, nämlich: „All die Tapeten an den betroffenen Wänden müssen ab“, so sagte der Mann von der Trocknungsfirma, nachdem er mit Hightech-Geräten vermessen hatte, was vom Ereignis drei Tage zuvor als Zeugnis verblieben war: feuchter Boden, auch unter dem Estrich, feuchte Wände, feuchte Möbelfüße, und feuchte Dinge ja sowieso
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drei Tage zuvor nämlich war im Moment unserer Urlaubsheimkehr die Wasserzuleitung im Haus geplatzt – ganz großes Kino: binnen Minuten Kellerboden vollgelaufen, inmitten der Fontäne irgendwie doch den Hauptwasserhahn abgedreht, die Wasserströme durch Textilien- und Bettenberge versucht aus den Wohnräumen fernzuhalten (mäßiger Erfolg), bis endlich die Feuerwehr kam und auspumpte, und der Nachtschichtinstallateur das Rohr reparierte …
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in dem Moment trat Entspannung ein, und Dankbarkeit: für all die Helfer (selbst der Bürgermeister kam, so ist das auf dem Dorf:)), für die sofortige Reparatur, obwohl wir schon Klo- und Duschangebote vom halben Dorf hatten, für die schnelle und kompetente Versicherung (bisher jedenfalls …) und vor allem dafür, dass es nicht während unserer Reise passiert war
(und im Nachhinein – zwei Tage später begannen überall ringsum die großen Unwetter und Überschwemmungen – dafür, dass es bei uns vergleichsweise glimpflich aussieht)
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jetzt also ein neuer Berg Arbeit: immer noch Dinge weitertrocknen, Regale ausräumen und von den Wänden wegrücken, all das Geraffel in den Zimmermitten stapeln, Wände und Böden durch Geräte trocknen lassen, danach tapezieren lassen, Fußboden vielleicht neu machen lassen … (aber das ist schon nicht mehr im Mai, und vermutlich wird auch der Juni dafür nicht reichen)
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Themensprung, es gab im Mai auch anderes:
zum Beispiel unseren wunderbaren Italien-Radreise-Urlaub
(ich empfehle übrigens ausdrücklich häusliche Unglücke der oben beschriebenen Art im erholten Zustand anzugehen, dann kann man sie entspannt und lächelnd wegstecken:))
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noch ein wenig mehr verreisten wir: der Sohn zu einem Matheseminar nach Magdeburg (in den Ferien, ganz freiwillig;-)) und beide Kinder zusammen mit dem Schulorchester nach Frankreich in die Nähe von Paris, während ich auf einer kurzen Pfalzfahrt liebsten Freunden begegnete
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kurz vor den Ferien gab es für den Sohn ein letztes Klaviervorspiel bei seiner alten, nun schon ehemaligen Lehrerin; nach 8 Jahren hatte ich Tränchen in den Augen, und er wohl auch (innerlich natürlich nur, wie das mit 14 so ist); dennoch sind sich alle sicher, dass Lehrerwechsel die richtige Entscheidung war und er bei dem neuen Lehrer ebenfalls aufblühen wird (seinem Spiel jedenfalls ist nach der kurzen Zeit schon so manches anzuhören)
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und Schule?
ja, Schule habe ich auch gemacht, ein bisschen, ohne Extratermine und Extrajobs, einfach Unterricht vorbereitet und gehalten: solche Zeiten muss man ja auch mal festhalten (auch wenn sie nur 9 Schultage lang währten:))

 

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