12 von 12 im April

Das 12 von 12 ist mir schon zur lieben Gewohnheit geworden. Das verspätete Einstellen auch:)

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Der Tag beginnt ruhig, ohne frühe Schule, daher sitze ich an der noch morgenschläfrigen Tastatur; ein weiterer Herbstreisepost wird fertig. Der graue Himmel vor dem Fenster ist nicht hell genug, um uns – mich und die Tastatur – aufzuwecken. Allerdings: um störende Spiegelungen auf dem Foto zu erzeugen, dafür reicht er allemal. Grmpf.

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Nebenher ruft die tägliche Wäsche. Heute mit Rot&Rötlich, mein Lieblingskorb. Weil ich orange mag. Vor allem aber, weil die Socken aus dieser Trommel hinterher viiieeel leichter zusammenzupaaren sind als jene aus der Dunkel-Schwarz-Wäsche.
(Warum eigentlich tragen hier alle im Haus schwarze Socken? Und warum sind sich schwarze Socken untereinander immer so ähnlich? Aber eben: nur ähnlich und doch nicht ganz gleich, so dass das richtige Zusammenfügen ewig schwer und letztlich unlösbar bleibt?)

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Ha, ich habe ein wenig Zeit übrig vor dem Losgehen und spiele Klavier. Das streichelt die Seele, besser kann man es nicht sagen.

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Meine Arbeitsstelle ist heute – wie immer dienstags – die in der Stadt, dort, wo sich seit einem Vierteljahr eine Baustelle austobt. Das verlängert die Parkplatzsuche um eine gefühlte halbe Stunde und lässt das Ergattern einer Lücke allwöchentlich zum Erfolgserlebnis werden. Von oben geschaut, wirkt der Baufortschritt nicht gerade so, als hätte ich das Parkproblem heute letztmals gehabt.

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Drinnen dann die sehr spezielle Ästhetik eines Computerraums, die erschließt sich einem ja auch nicht auf den ersten Blick. (Auf den zweiten übrigens auch nicht.)

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Der Blick nach draußen verspricht dafür Sonnenlicht und schenkt Vorfreude auf den Nachmittag. Wie immer am Dienstg hat das jüngere Kind seinen Musikschulnachmittag neben einem wunderbaren Park …

Als ich allerdings meine Arbeit kurz darauf beendet habe, bin ich so müde, dass mir zum Spazieren in der Sonne einzig einfällt, dass ich ja auf ner Parkbank schlafen könnte. Oder aber in nem Straßencafé. Irgendwo halt, wo ich nicht Fuß um Fuß nach vorn setzen muss.

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Das Spazieren fällt aber ohnehin aus, da sich der Himmel verdüstert hat.
(Vorn die Absperrung im Bild ist Absicht. An der Musikschule ist nämlich auch eine monatelange Baustelle. Parkplatzsuche hier wie da … man hätte das Kind Piccoloflöte lernen lassen sollen, das würde den Instrumententransport mit dem Auto und damit jegliche Parkplatzsuche vermeiden …)

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Aus dem verdüsterten Himmel schüttet es alsbald; ich sitze im Auto und höre und schaue dem Regen zu. Gemütlich.

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Und wenige Minuten später wieder so. April halt.

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Und doch noch ein wenig Park. Die Blumen haben sich nach dem Guss noch gar nicht trockengeschüttelt.

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Der Abend bleibt so ruhig wie der Tag selbst, ich habe wiederum Zeit für das Klavier. Wenn es sich danach anfühlt und ich Lust habe, übe ich sogar richtig:)
(Weil ich erst als Erwachsene angefangen habe zu spielen, aber vorher schon viel musiziert und daher viel mehr Erwartungen an den eigenen Klang habe als meine spätgeforderten Finger eigentlich noch liefern können, daher … ja daher treibt mich die Ich-will-das-aber-spielen-können-Lust manchmal zu solch selbstdisziplinierenden Aktionen wie einem Metronomtraining. Meine Kinder schütteln dann in der Regel den Kopf über mich. Und können die Läufe nicht mehr hören …)

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Viel mehr geschieht nicht mehr. Der Timer der Kaffeemaschine muss um eine Stunde nach vorn gestellt werden, weil es morgen um 6 Uhr ins Auto zu steigen gilt, für einen Arbeitstermin in ner anderen Stadt. Daher ist vor Mitternacht das Licht aus. Wirklich mal.

Mehr 12-von-12’s gibt es hier zu sehen.

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6 Kommentare

  1. Boah, Kaffeemaschinen mit Timer! Wie geil ich das denn? Gibt’s das auch in Wasserkocher-der-Ingwer-schnippeln-kann?

    So früh musste immer aufstehen, und ich jammere schon, wenn der Wecker kurz nach sieben säuselt. 😉
    Ich mag deine Bildertage!

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    1. Das mit dem Wasser-Ingwer-Koch-Timer, das lässt sich doch bestimmt bauen:)

      Normalerweise stehe ich ja erst halb sechs auf. Heute war so’n oller Auswärtstag, mit Auto durch den Berufsverkehr. Den ich aber wie immer überschätzt habe, ich muss ja immer Sicherheitszeit einplanen. Also war ich ne halbe Stunde zu früh dort und hab seelenruhig im Auto lesen können. (Jetzt bräuchte ich noch ne Kaffeemaschine im Auto:))

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      1. Dafür gibt es aber wirklich welche — in jedem Truck Stop sind Kaffeemaschinen für Motorfahrzeuge käuflich erwerbbar ;-) Nur: Lohnt sich die Anschaffung wirklich, ist da eine gute (!) Thermoskanne nicht besser?

        Und schöne Bilder sind es, trotz der Baustelle und der bösrtigen Uhrzeit.

        Besonders gefallen mir die Narzissen und die Autoscheibe.

        Gefällt 2 Personen

  2. …war doch schon wieder ein zwölfter… Ich lese deine Bildertage sehr gern! Danke!
    Diese schrägen Zeiten könnten auch von mir sein, ich kann den Wecker nie auf eine gerade Zeit stellen. (…nur das mit der Piccoloflöte für deine Tochter würde ich mir nochmal stark überlegen, das willst du nicht wirklich. Meine kleine Tochter hat sich nun auch für Flöte entschieden, obwohl ich so für Fagott war… ;)

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    1. Gerade Zahlen sind hässlich, gell?
      Na gut, das mit der Piccoloflöte lassen wir. Haben ja auch das Meiste schon geschafft. Haben jetzt fünf Jahre das Cello transportiert, und in zwei-drei Jahren sollte sie endlich groß genug dafür sein …
      (Fagott wäre meiner Tochter auch noch in den Sinn gekommen. Sie hatte sich schon in die Oboe verliebt. Weil ihr der Schulorchesterchef leid tat – hat er doch weder Oboe noch Horn noch Fagott. Da wollte sie charitativ aushelfen:))

      Gefällt 1 Person

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