Traumwandelei

Meine Träume merke ich mir ja kaum. So kann ich auch gar nichts über den heutigen erzählen, nichts Konkretes jedenfalls. Nur, dass er nah an meiner realen Welt war. Die Kinder spielten mit, und unser ganz normaler Alltag.
Lediglich eine einzige irreale, verworrene Szene – auch diese kann ich nicht genauer erzählen – fügte sich nicht in die  Traumwelt ein. Oder war es ein zu sehr vom Realen abgelöstes Bühnenbild? Oder ein kurzer Moment fehlfarbener Beleuchtung? Ich weiß es nicht mehr. Es lag jedenfalls ein Schimmer von Unentwirrbarem über dem Ganzen, als ich aufwachte.
Ich dämmerte dem Traum nach, wollte wieder einschlafen, es war ja noch früh. Dabei sprang plötzlich in meinen schläfrigen Kopf ein Vorsatz. Der klingt jetzt sehr konstruiert, formulierte sich mir aber im Halbschlafdämmer mit genau diesen Worten:

„Ich nehme mir vor, diesen Traum weiterzuträumen.
Nur realer, nicht so unentwirrbar.“

Und so geschah es. Ja, so. Ich tauchte in genau denselben Traum ein, die Handlung lief weiter, mit allem, was vorher dagewesen war, nur runder und stimmiger zusammengefügt. Jetzt passte es, jetzt war es gut.
Ich wundere mich.
Noch nie habe ich das erlebt, glaube ich. Es fühlt sich unheimlich an, dass ich einfach von außen in meine Traumwelt eingegriffen und einen Schalter umgelegt habe. Bisher hatte ich meine Traumwelten nie bewusst und aktiv ändern können.
Was war das nur heute?

 

4 Kommentare

  1. Du hast da etwas geschafft, was bei mir sehr oft funktioniert: weiterträumen (v.a., wenn ich noch nicht ganz wach war).

    Ich wünsche Dir, daß das öfter gelingt — und dann schaffst Du es auch, Dich besser daran zu erinnern.

    Gefällt 4 Personen

  2. Das habe ich oft, zumindest ab und zu. Am häufigsten passiert mir sowas, wenn ich nicht „ganz“ aufwache, sondern die Traumetagen wechsle. Von der Traumgeschichte im 2. UG sozusagen in den Traumvotraum im 1. UG. Aber zuweilen auch von „wach“ in 2. UG. Was genau da passiert? Es ist jedenfalls immer so eine Art Entscheidung, die ich „irgendwo“ treffe, wie ein Druck auf den Liftknopf vielleicht.
    Klasse finde ich das – unser Traumkönnen.

    Gefällt 5 Personen

  3. Genauso hab ich es auch schon erlebt.
    Aber vorallem: Wenn es in einem Traum zu gefährlich wird, dann kann ich mir ganz bewusst, im Traum sagen, dass es nur ein Traum ist und das Unmögliche wagen. Fliegen, springen, anhalten wenn ich verfolgt werde….

    Gefällt 1 Person

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