Sommerferien minus 5

Vormittags:
– voller Elan in die Physiksammlung, mit eigenem Eimerchen+Putzlappen ausgestattet (so ist das in Schulen:)), und mich an die mir zugeteilten 6 Schränke machen: ausräumen, sortieren, Reparatur- und Fehlliste schreiben, putzen, einräumen
– nach 3 Stunden sind 3 Schränke fertig, immerhin (überlege nun, ob ich am Wochenende hinfahre oder den Rest am Montag dazwischenschiebe)
– Deputatszettel liegen in den Fächern –> Schock, Schreck, da ist alles schiefgegangen (viel zu wenig Stunden, wegen Mischung aus einem Versehen meiner zweiten Dienststelle und neuen strengen Vorschriften, immerhin keinerlei böse Absicht, einfach nur totales Pech, denn selbst wenn ich jetzt noch genug Stunden zusammenbekomme, bin ich dann so „Lumpensammler“ für Dinge, die niemand tun will, meine Lieblingsklasse ist jedenfalls weg, schluchz) –> Akutgespräch mit dem Chef, ob sich noch was richten lasse, der sieht den Irrtum und meinen Punkt, hat aber im Moment noch keine Idee … wir schimpfen beide auf … und ich weine dabei los …

Nachmittags:
– Telefonate und Mails, um eine Lösung zu finden, ich schluchze die ganze Zeit, all die Erschöpfung bricht sich Bahn, und riesige Angst, dass ich doch auf diesem Unterstundenberg sitzenbleiben muss (mit einer Folge fürs übernächste Schuljahr, welche ich mir noch gar nicht ausmalen mag)
– Telefongespräche mit allen möglichen Kollegen, die aber immer in deprimierenden Aussichten enden: es kann eigentlich nur ungünstig werden, selbst wenn ich doch noch Stunden abbekomme …
– ich merke, wie ungelassen (gibt’s das Wort?) ich bin, wie schlecht ich das verkrafte, obwohl  mich doch eigentlich trösten sollte, dass alle möglichen Menschen jetzt alles mögliche probieren und niemand diese Situation wollte …

Und die anderen Momente:
– mein Sohn, der mich weinend sieht (weil ich ihn aus der Schule mitnehme) – wie er sich um mich bemüht:)
– die 4t-Klass-Abschlussfeier der Tochter, mit einem tollen Programm und gar nicht so langweiligem Zusammensitzen hinterher (hatte Schlimmstes befürchtet)
– der Abend, den ich baumschauend verbringe, immer noch sehr gedämpft, aber die Tränen rollen nicht mehr, ich denke es rationaler durch, überlege, ob ich der Situation Positives abgewinnen kann, und was im schlimmsten Falle passieren könne
– und erlaube mir sehr früh ohne jede Haushalts- oder gar Schultätigkeit ins Bett zu fallen, einfach nur mit Buch – „Arbeit und Struktur“, dabei dann die Gedanken, was ich eigentlich für Pille-Palle-Probleme habe
– … 

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Ein Kommentar

  1. Bei uns liegt ca. schs Wochen vor Schuljahresende immer eine Tabelle aus, in der jeder Kollege seine Stundenzahl ( da merkt man erst einmal wie viele verkürzt
    arbeiten) und seine Wünsche einträgt für das neue Schuljahr.
    Stunden werden natürlich immer berücksichtigt, Wünsche manchmal .

    Grüsse aus Potsdam :-)

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