Sommerferien minus 6

Nun läuft also diese berüchtigte vorletzte Woche, in der die Tage so voll sind, dass man abends kein Wörtchen mehr schreiben und morgens kein Detail mehr erinnern kann …

Vormittags:
– unterrichtsfrei, also sitze ich am heimischen Schreibtisch (da habe ich wenigstens einen) und schaue 60 Klassenarbeitsverbesserungen durch (was abgegeben ist, wird durchgeschaut – manchmal frage ich mich selbst, ob ich nen Knall habe)
– zwischendurch immer noch ein paar Dinge per Mail herumorganisieren – ich weiß gar nicht mehr, wie wir gearbeitet haben, bevor wir uns täglich 20-30 Dienstmails hin- und herschickten

Nachmittags:
– gut fangen sie an, die Konferenzen: mit dem kulinarischen Abschied des Lieblingskollegen – und weil wir ihn nur noch 5 Tage haben, nutzen wir den Nachmittag ausgiebig, mehrfach mit ihm anzustoßen und zu plaudern – er steht schon ein wenig abwesend in unseren Fluren
– Zeit für Aufräumarbeiten meines Platzes und meines Fachs: ich werde damit fertig, so früh wie nie! – und warte nun nur noch auf den Riesenschredder, in den wir am Mittwoch unsere Papierberge werden werfen können (statt jetzt Blatt für Blatt …)
– Klassenkonferenz vorbereiten: Protokoll vorschreiben, Zeugniskommentare vorformulieren
– nach unserer Konferenz kämpfen wir in grrrr-Stimmung wie alle Kollegen mit diesem Sch….zeugnisprogramm (das Land könnte sich mal bessere Programmierer leisten – was das an Kräften freisetzen würde!)
– dann noch schnell die 8 Buchpreise für unsere Klasse auswählen …
– und ab zum anderen Dienstort, ein wenig verspätet zur Abschlusskonferenz, zwei Stunden lang drin gesessen, und früher wieder gegangen (ab 19.30 darf man das, finden wir, die wir alle da rausschleichen, weil wir unsere Kinder schließlich nicht über Nacht betreuen lassen wollen)

Und die anderen Momente:
– vormittags zu Hause sein, das ist schon toll, und zwischen den Klassenarbeiten ein paar Schneisen in das Haushaltschaos schlagen: selbst das fühlt sich in diesen Zeiten als guter Moment an
– die kurzen Gespräche mit dem Herzenskollegen, wenn auch traurig, so doch in wohltuender Vertrautheit, mit gegenseitigem Wertschätzen, welches wir uns gleichzeitig ins Gesicht sagen (und wieder Tränchen)
– viel Lachen auf dem Schulflur (ohne Schüler, haha)
– das Streichquartettvorspiel der Tochter, zu dem ich gerade noch pünktlich komme – sehr ergreifend, wie diese vier kleinen Mädchen unglaublich vertieft (und gut!) musizieren; genauso berührend, wie sie sofort danach wieder Fangen und Verstecken und Tuscheln spielen, so dass wir Mütter sie kaum auseinanderreißen können
– abends ein wenig lesen, mich treffende Blogtexte finden, nachsinnen, gedanklich umherschweifen
– als letzten Akt vor dem Schlafengehen: Urlaubsvorbereitungen am Computer – Streckenplanung, Notizen, ein kleiner Einkauf –> Vorfreude!
– … 

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