in die Woche geblickt #9

Durch meine Kamera schaue ich in diesen Tagen kaum. Dass sich hier demnächst – wie immer im Frühsommer – Feiertage und Ferien die Klinke in die Hand geben werden, will hart erarbeitet sein. Ich weiß nicht mehr, wie meine Schule von außen aussieht. Die restlichen Lebensdinge fahren auf Sparflamme.
Heute also keine Fotos. Dafür andere Fenster, durch welche meine Tage so häufig mit Intensität beschenkt werden. (Und dass ein paar Links fast schon für veraltet gehalten werden könnten … ich bin eben kein schnelllebiger Mensch und zünde oft spät. Zumal in solchen Zeiten.)

dankbar
gesund sein zu dürfen – während dies nicht allen Menschen in Nähe und Ferne geschenkt ist – ihr zum Beispiel nicht – wir haben zusammen gearbeitet, ich kenne sie von Tagungen, und nun braucht sie Hilfe
(Dieser Link ist nicht veraltet. Und das Zünden hier – falls jemand diesen kleinen Registrierungsbeitrag leisten möchte – bitte nicht zu langsam. Bitte. Es drängt.)

berührt
von einem sehr anderen Blick auf ein Nachrichtenthema der letzten Zeit, das schon wieder von den Titelseiten verdrängt worden ist;
und überhaupt: von so vielen ihrer Blicke

begegnet
nicht in Wirklichkeit (was ist schon Wirklichkeit?), nur in meiner Vorstellung:
ich säße gern mit ihr an einem Tisch – wir haben solche Treffen auch, schaffen es aber nicht, gebe ich zu, die Gräben zu überbrücken – ich lese also sehr aufmerksam;
wie sehr meine Kinder eine solche Lehrerin gebraucht hätten, nur ein Fünkchen von dieser Empathie …

gespürt
hin und wieder ein Beben, wenn sich mein Blick auf den ewigen Weg zwischen Innen und Außen richtet: hier finde ich für mich immer wieder Aufwühlendes und Ermutigendes 

geübt
in mehreren akuten Schulsituationen einfach mal die Klappe zu halten – nicht einfach, aber wenn man es schafft, sehr wohltuend (vielleicht sogar für alle Seiten)

geteilt
den „Tag der unsichtbaren Arbeit“ mit liebem Besuch und Gesprächen über genau diesen unseren täglichen Spagat (und anschließend gegrübelt: wenn ich meine selbstgewählte, für mich alternativlose Teilzeit-Mutter-Lebensweise so häufig und heftig als Spagat empfinde, dann entziehe ich mir Energie – anders darauf schauen lernen, das wäre es …)

mir selbst geschenkt
ein paar Stunden meditativen Bügelns – ohne Musik, ohne Film, ohne Gespräch, einfach nur bei der Wäsche sein – doch weil ich davon kein Bild habe, teile ich ein anderes: Korrigieren in der Sonne als Weg, sich selbst den Garten zu schenken

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2 Kommentare

  1. Meine Liebe,

    (zweiter Kommentarversuch, hoffentlich von mehr Erfolg gekrönt)

    jetzt war ich von deinen Zeilen berührt. Besonders, weil auch ich ein Treffen mit dir spannend fände. Wer weiß, vielleicht schaffen wir das ja wirklich mal! Wirklich keit ist übrigens da, wo es auch Kaffee gibt ;-)

    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.
    Herzliche Grüße von
    Frau Weh

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  2. Liebe Uta
    danke, auch für die Wege, die du legst zu anderen Menschen, für das Netz, das webst und teilst.Ich wünsche dir eine gute neue Woche mit allem, was dir gut tut.
    Herzlich
    Gabriela

    Gefällt mir

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