Wochenrückblick 48/14

Wetter
endlich novemberig, grau, düster, nieselnd, wolkenverhangen – irgendwie gehört das so, und irgendwie fühlt es sich gut an, weil es jetzt endlich stimmig ist – vor allem die Kälte, die atme ich so gern ein
gemacht
korrigiert, korrigiert und korrigiert (und damit für dieses Kalenderjahr fertig geworden:)), beraten, konferiert, klausurbeaufsichtigt (Samstagmorgen allein im dunklen Schulhaus – grusel!); mich an Kinderproben erfreut, und an guten Gesprächen während der Autofahrten – ja, ehrlich: hier haben wir an manchen Tagen die meiste Zeit miteinander; ein neues Telefon gekauft und angeschlossen (es gibt ja kaum Nervigeres als sich durch dicke schlechte Gebrauchsanleitungen kämpfen zu müssen, wenn man einfach nur will, dass es funktioniert); Riesentüten voller gebrauchter Klamotten sortiert – und festgestellt, dass die wohl schon zu lange hier stehen, jedenfalls passen sie schon so gut, dass es höchste Zeit wird, sie in die Schränke wandern zu lassen; bei unserem Lieblingsitaliener essen gewesen; Plätzchen gebacken; und vorher die Weihnachtskiste aus dem Keller hochgeschleppt – anlässlich des anstehenden Schmückens immerhin schon das Chaos im Wohnzimmer aufgeräumt:)
gehört
das Tochterquartett auf einer Adventsfeier, und viele herzerwärmende Proben
gelesen
nicht viel, überhaupt nicht viel, ein paar Seiten nur (deren Inhalt ich umgehend wieder vergessen habe) – jetzt kommen wieder bessere Lesezeiten
begegnet
der Freundin beim Mittagessen: ein Geschenk, mitten in der Woche einfach so bekocht zu werden (während die Kinder in der Mensa …); der Quartettlehrerin beim gemeinsamen Abendessen; einem Vater eines ehemaligen Schülers – ganz zufällig, ganz wunderbar unterhalten
nachgedacht
warum mir manche „Anfechtungen“ in der Schule so viel ausmachen, warum ich nicht längst drüberstehe …
gefühlt
müde und befriedet, beides
gestaunt
mal wieder: wie groß sie schon ist, die Tochter – beim Backen gibt nun sie die Anweisungen (bis hin zu: „Grapsch mir nicht dazwischen, sonst passt das hier nicht!“ – ja, so reden wir hier manchmal miteinander, mit Lächeln und Augenzwinkern, dann wird auch „grapschen“ zu einem sehr liebevollen Wort:))
geübt
bei größter Unruhe im Außen innen trotzdem ruhig zu bleiben, und zum Beispiel nicht ungeduldig gegenüber den Kindern zu werden, denen in der Schule, und meinen zu Hause – das ist ja eigentlich immer zu üben, aber eben in manchen Zeiten besonders
gefreut
darüber, wie die Musiklehrerin uns wahrnimmt – manchmal brauche ich einen Spiegel, um meine eigene Wahrnehmung wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen; und über die Gespräche mit der Tochter, als wir vertieft am und im Plätzchenteig hantieren
gelacht
als der Sohn am Ende des großen Backens doch noch dazukommt, um mit den Teigresten sehr – ähm, nun ja: unweihnachtliche Figuren zu formen und sich über diese (und vermutlich auch über meine Blicke) mit kindlich-juchzendem Glucksen amüsiert – da bleibt keine Mutterlache trocken :)
geweint
na jedenfalls Tränen in die Augen gestiegen, weil sich mein zweiter Dienstort (nicht die Schule) mal wieder als sehr fordernd bei gleichzeitiger Ignoranz gegenüber schon bestehenden Belastungen erwies – das wusste ich ja schon, aber so arg? und so konstant? – ich weiß nun nicht mehr, ob ich das auf Dauer so aushalten will
berührt
als ich der Tochter eine Adventsgeschichte vorlese, abends, in ihrem Zimmer, während der Sohn im Nachbarzimmer am Einschlafen (oder Whatsappen?) ist, wie ich denke – und er dann plötzlich in der Tür steht, mit nur einem Wort: „Lauter!“
Ausblick
erste Adventswoche mit zwei Abenden Kindermusik und hoffentlich auch darüber hinaus ein wenig Zeit miteinander
Dankbarkeit
dass es, wenn hier Winterstiefel für die Kinder immer noch nicht gekauft sind, nur an mangelnder Zeit, nicht an fehlendem Geld liegt

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