98einhalb.


„… solche, die zu kennen ein Segen ist. In ihnen ist ein langes Leben still geworden. Arbeit ist getan, Liebe ist gegeben, Leiden ist gelitten worden – aber alles ist noch da, in Antlitz und Hand und Haltung und redet in der alten Stimme. Das haben sie aber selbst verwirklicht: durch die stets neue Annahme dessen, was nicht geändert werden kann; durch die Güte, die weiß, daß die Anderen auch da sind und ihnen das Ihre leichter zu machen sucht; durch die Einsicht, daß Verzeihen mehr ist als Rechthaben, Geduld stärker als Gewalt, und daß die Tiefen des Lebens im Stillen, nicht im Lauten liegen.“
(Romano Guardini, in: Die Lebensalter – Ihre ethische und pädagogische Bedeutung)

Heute haben wir ihre Urne unter einen Baum gebettet.

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Ein Kommentar

  1. Ich habe sehr an euch gedacht, oben auf der Rigi, wo wir im Nebel darauf warteten, dass die Wolkendecke aufreisst und den Blick frei gibt. Und als es dann für kurze Momente soweit war, da fühlte ich mich euch so nah…
    „In ihnen ist ein langes Leben still geworden…“ Wie wunderschön, tröstlich.
    Alles Liebe
    Gabriela

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