Schreibmüdigkeit

Zu dicht, all diese Lebensdinge hier. Zu wenig bleibt am Abend, um noch Worte zu setzen.

Manchmal denke ich ja, ich mache das selbst. Unbewusst irgendwie. Sobald in mir ein Kapazitätseckchen droht freizuwerden , springt sofort ein raumgreifendes Etwas herbei, die leere Stelle wieder zu besetzen. Als stünden die Lebensdinge in mir Schlange, zinnsoldatengleich aufgereiht, immerbereit, nur auf ein leeres Zeit- oder Kraftplätzchen lauernd – und schon ist wieder eines da. Nur kein Räumchen frei lassen. Was allein in dieser Woche alles zu mir kam. Oder eben aus mir kam. Das weiß ich noch nicht so genau … sind das äußere (wie es den ersten Anschein hat) oder eher innere Aufgaben?

Bin so müde. Werde mich jetzt in ein Buch zurückziehen. In eines, das mit meinem Leben so gar nicht viel gemein hat. Die Dichtigkeit ein Weilchen vor der Tür zu lassen. Meinem Atem zu lauschen, wie er sich beruhigt. Mich in das letzte Flackern der Adventskerzenstümpfe hineinversenken.
(Ja, hier bei mir sparsamem Mensch werden die „aufgebraucht“. Sie tragen ja noch all ihr Herbeisehnen in sich. Und Wärme genug für ein Jahr. Und für eine neue Umgebung, in der sie jetzt leuchten dürfen …)

2 Kommentare

  1. genieß deine pause, hab kein schlechtes gewissen. das virtuelle leben kann warten.

    alles gute!

    (und aus den allerletzten resten der adventskerzen gieße ich mit den kindern neue kerzen – kleinere, aber so wunderbar rot!)

    Liken

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