Aus dem Gedankentopf dieser Tage

Schwer, mich im Wirbel noch selbst zu spüren. Keine Zeit innezuhalten, nach Ahnungen zu tasten, den nächsten Tagesschritt zu reflektieren.

Da fällt dauernd unser Strom aus. Unvorhersehbar die plötzliche Überlastung – der Fehlerstromschalter kippt, lässt sich nicht wieder zurücklegen, es fließt zu viel. Ein Stopp-Signal der Technik.
Was sagt mir das über meinen Stromkreis? Wo ist mein Fehlerstromschalter???

Weil der Computer einige Male beim Schreiben abstürzte, ließ ich ihn häufiger in den vergangenen Tagen aus. Das befreite von der Fehlerstromabhängigkeit. Und es machte noch etwas mit mir, diese computerarme Zeit.
Was erfahre ich hier über mich???

Gerade erst sind die Ferien vorbei, da haben uns die prallvollen Schultage wieder eingeholt. Als wir am Mittwoch gegen 18 Uhr unsere Konferenz beenden, sind die Kräfte bereits wieder am Ende, liegen die Nerven blank, weint sich eine junge Kollegin plötzlich an meiner Schulter aus, sie sei doch erst im fünften Berufsjahr, und schon so fertig, sie sehe seit Monaten kein Land mehr, was sie denn falsch mache, wie es denn sein kann, dass sie als junger Mensch, noch ohne Kinder, nicht mal eine volle Stelle verkrafte. Weil ich als erste (und einzige?) Antwort sagte: mit dem Deputat runtergehen.
Und ich – wie verkrafte ich das alles eigentlich auf lange Sicht???

Ich bin in einem zwischenkollegialen Konflikt beteiligt. Der löst sich nicht so einfach wie ich anfangs dachte. All meine Ideen führten bisher nicht zu Entspannung. Wer auch immer in der Schule Bescheid weiß oder darum ahnt, sagt mir, es liege nicht an mir. Ich solle es wie Regen am Mantel abprallen lassen. Das sagt mir meine Ratio auch. Aber tief in mir drin, da rumort diese Sache heftig.
Welch innere Glocken werden da gerade in mir angestoßen???

Sind so Fragen dieser Tage. Aber kein Raum, mich ihnen zu widmen.

Es gibt Zeiten, die kann man getrost als Rush hour des Lebens bezeichnen.
(Und warum sich mir dieses „getrost“ schrieb, das steht nun auch noch als Frage vor mir …)

Advertisements

4 Kommentare

  1. Nee, daran hängt's nicht – bei denen jedenfalls nicht: doppelverdienend, noch ohne Kinder, und wir haben ja hier die (finanzielle) Gnade der Beamtenschaft. Die Familienväter sind meist Alleinverdiener, und das geht. (Gibt ja eh keine Kinderbetreuung im Ländle :( )
    Eher so ein Ehrgeizding bei ihr: das muss doch zu schaffen sein …

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s