Der Wind

Er kommt und geht, der Wind.
Wechselt die Richtung nach Belieben.
Trägt sein Wehen mal stärker, mal schwächer an die Welt heran.
Kühl, lau, schneidend, heiß, eisig, frisch, wärmend spüre ich ihn im Gesicht.
Stürmend, leise raschelnd, heulend, zart schweigend, pfeifend, tosend, knisternd, klopfend, singend, brausend besucht er mein Ohr.
Er ist immun, lässt sich nicht beirren von unserem Wollen und Werten:
Kühle mich ab. — Mach mich nicht frieren.
Warum beugst Du mich so sehr? — Warum jagst Du mich vor Dir her?
Komm zu mir, ich brauche Dich. — Doch nicht so heftig, dass es mich zerreißt.
Peitsche nicht, streichle. — Hilf mir vorwärtsgehen.
Deine Heftigkeit schmerzt. — Deine Stille bedrückt.
Er lässt sich nichts von all dem sagen.
Er kommt und geht, der Wind.
Wie der Wind …
***
Die Tochter hat ein Lied aus dem Kindergarten mitgebracht:
Wie der Wind flieg ich durchs ganze Land,
wie der Wind – fff – fff – wie der Wind – fff – fff …
Bei fff – fff formt sie ihren Mund zu einem kleinen, etwas schiefen Spalt
und lässt den Wind hinaus.
Wie der Wind – fff – fff …
Wie der Wind

fff

fff
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