Morgens

Über dem dunklen Nachbarsdach schaut der Orion hervor,
und der Mond, der halo-umstrahlt hinter der kleinen Kiefer am Untergehen ist.
Blätterrauschen mit Grille, ein Hahn kräht im Dorf,
und in der Ferne die Bundesstraße.
Kühler Wind macht mich frösteln,
und die Füße im taunassen Gras taub vor Kälte.

Und das ist nur die Oberfläche. Viel Tieferes nehme ich mit in den Tag, aus meinem Morgengartenbesuch – morgens vor sechs Uhr, wenn alle im Haus noch schlafen.

Der ist mir neues Ritual geworden, seit dem Urlaub. Oder sollte ich nach nur 10 Tagen lieber vorsichtig sagen: er will es werden?
Ob ich durchhalte? Immer ein wenig früher aufstehen, hinausgehen, verweilen, bevor mein Tag beginnt? Es tut unendlich gut.
(Dass dazu der Wecker noch früher klingeln muss, verdränge ich schnell wieder :))

Und wie lange werde ich barfuß hinausgehen? Der Sommer endet … und ich bewahre ihn mir in meinen nackten Morgenfüßen …

***

Die Fotos sind ein paar Stunden später aufgenommen.
Und zeigen einmal mehr, wie schwer es ist, die Faszination des erwachenden Morgenlichts einzufangen.)

(Der Regenbogen im letzten Bild entstand im Objektiv. Ein „Fehler“, den ich gern auf dem Bild belasse …)

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