Abschiede

Um von etwas Abschied nehmen zu können, dachte er, während der Zug sich in Bewegung setzte, mußte man ihm auf eine Weise entgegentreten, die inneren Abstand schuf. Man mußte die unausgesprochene, diffuse Selbstverständlichkeit, mit der es einen umfangen hatte, in eine Klarheit verwandeln, die erkennen ließ, was es einem bedeutete. Und das hieß, daß es zu etwas gerinnen mußte, das übersichtliche Konturen hatte. … Ein bißchen kam es ihm vor, als triebe er auf einer Eisscholle, die sich durch ein sanftes Erdbeben gelöst hatte, aufs offene, kalte Meer hinaus.

(Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon)

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