Statusbericht

Ich wurde angesprochen: meine Korrekturaktivität würde sich ja hier im Blog niederschlagen. Oder eben gerade nicht niederschlagen, in Form von neuen Einträgen nämlich. Na gut, werde ich euch mal einen kleinen Einblick gewähren in das, was mich hier seit Tagen umtreibt. Also nicht in die vielen hundert Blätter, die ich wälze und mit rot verunstalte, nicht in die vielen Punktvergabe-Entscheidungen, nicht in meine Genervt-Gedanken, die mich angesichts solch monotonen Zeitverbringens gelegentlich erfassen – das wäre zuuu öde.

Nein, nein, meine Stimmung ist vergleichsweise gut. Wenn auch die beschleunigende Wirkung des aufgeräumten Schreibtischs auf den Korrekturvorgang ausgeblieben ist. Oder kompensiert wird dadurch, dass ich von Zeit zu Zeit meinen Blick erfreut über die leeren Flächen schweifen lasse.
Die Kinder rodeln draußen ganz allein und still (für mich jedenfalls unhörbar) vor sich hin, der Schnee und seine bizarren Formen bleibt von mir unfotografiert (Disziplin! Disziplin!), und derweil verdiene ich mir hier das Bundesverdienstkreuz siebter Klasse am Korrekturbande … (Wie – das gibt’s nicht? gemein, gemein …).

Was könnte ich erzählen? Nix eigentlich. Höchstens die winzige Spur von Vergnügen teilen, welche Schüler’s Weltsicht zuweilen in mir auslöst. Ok, ok, ist vielleicht banal, ist vielleicht ein kleines gemeines Lehrer-Vergnügen, solche Zitate weiterzugeben, aber über manche hat mein Mann auch gelacht, daher wage ich es.

Da sind kreative Wortschöpfungen:
der (!) Weltall“ nämlich ist eine „Vakuole“, in der keine „Menokühle“ aneinander stoßen,

da sind rätselhafte Erklärungen:
Jedes Geräusch erzeugt Schall.“
oder
Wenn manche Dinge wie z.B. Menschen sprechen, erzeugen sie einen Ton, das nennt man Schall.“
oder
Der Schall breitet Wellen aus, die von Wänden zurückschlagen.“ (Vorsicht! – möchte ich da ausrufen – Schallschlag!)

Und da wird es sogar ein wenig philosophisch:
Ohne Schall könnten wir niemanden hören auch wenn wir ihn nicht sehen.“

Tja, das war’s auch schon. Mehr habe ich derzeit nicht zu bieten.
Und schon verschwinden „manche Dinge wie z.B. ich“ wieder … hier liegt noch ein ganzer Klassensatz (31 Stück), und dann muss ich dringend die nächste Arbeit erstellen, welche dann am Freitag geschrieben wird … damit das nächste Wochenende auch wieder so vergnüglich wird … also tauche ich gleich wieder ab … ciao …

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3 Kommentare

  1. habe nachgelesen, habe gelächelt, nehme an, dass du nicht auf bösartige oder hämische weise angesprochen wurdest (was, die hat noch zeit für blogschreiben, die vernachlässigt ihre dienstlichen pflichten)-
    und dass deine kinder nicht auch noch nerven….
    meinen respekt hast du jedenfalls!
    gute grüße von sonia

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  2. Nein, Sonia, es war eine eher neutrale, beobachtende Bemerkung, keine Aufklärung über meine dienstlichen Pflichten ;-)
    Und meine Kinder sind das ganze Gegenteil von nervend: ganz geduldig, wenn ich arbeite – sie kennen es ja nicht anders. Ich kann nur froh sein, dass sie sooo viel aushalten, wirklich.

    Und Heike, ich habe Dich tatsächlich weder gesehen noch gehört hier – so leise waren Deine Sohlen ;-)

    Spätabendliche Grüße
    Uta
    (in Vorfreude auf den morgigen Tag, welcher per Beschluss – der letzte Tag vor Schulbeginn und ein Tag zum Feiern – korrekturfrei bleiben wird)

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